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Filmbeiträge über das Kinderwunschinstitut Wels

Kritische Bemerkung zu dem Film

"Future Baby"

 Der nunmehrige Film ist bei weitem nicht der erste, der sich

mit der Reproduktionsmedizin kritisch auseinandersetzt.

Auch Bemerkungen wie „Fortpflanzungsindustrie“

und ähnliches hat man schon gehört. Wenn man allerdings bedenkt,

dass die Einnahmen und Gewinne derartiger Filme den Gesamtgewinn

aller österreichischen Institute bei Weitem übersteigt, müsste man hellhörig werden.

 Grundsätzlich sind die beschriebenen Horrorszenarien tatsächlich möglich, jedoch

durch ein Gesetz in Österreich (Fortpflanzungsmedizingesetz, wurde bereits mehrfach

adaptiert).streng verboten (Verlust der Institutszulassung etc.).

Trotzdem sind in der österreichischen Gesetzgebung zahlreiche Ungereimtheiten f

estzustellen.

Es ist zum Beispiel erlaubt, dass ein 93 jähriger Mann als Samenspender auftritt, eine 31

jährige Fraugilt laut Gesetz als „zu alt“. Eine alleinstehende Frau darf die Hilfe eines

Kinderwunsches nicht in Anspruch nehmen (das Kind soll mit einem Elternpaar aufwachsen),

dieselbe Frau darf jedoch ein Neugeborenes unmittelbar nach der Geburt adoptierten. Der

Embryo im Institut selbst darf auf bestimmte Erbkrankheiten nicht untersucht werden.

Dieselbe Untersuchung ist jedoch im Mutterleib bis knapp vor der Geburt (einschließlich

Abtreibung) sehr wohl erlaubt. Auch die Tatsache, dass männliche Samenzellen ohne

Probleme bei einer Sterilisation aufbewahrt werden durften, Eizellen jedoch mit dem

neuen Gesetz nicht gelagert werden dürfen, verwundert angesichts der Tatsache, dass die

Zeit der echten Fertilität zB.: bei Akademikerinnen defacto nur mehr 5 Jahre beträgt.

 

 Autor:

Univ.Prof. Dr. Gernot TEWS,

seit 1988 Fertilitätsexperte, zahlreiche Artikel zum Fortpflanzungsmedizingesetz und zum IVF-Fonds-Gesetz

 Der Film: Futurebaby

TRP 1 Talk: ungewollt kinderlos