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Chancen und Risken

Kann die Eizellenentnahme gefährlich sein?

Mittels Ultraschallkontrolle werden die Follikel punktiert und abgesaugt, in ungünstigen Fällen kann die Punktionsnadel ein inneres Organ verletzen, sodass es Blutungen oder/und Infektionen geben kann. In der Folge müsste dann, in seltenen Fällen, der Bauchraum mittels Laparoskopie oder Laparotomie kontrolliert werden. Es wäre dann eine stationäre Behandlung mit Antibiotikatherapie notwendig.

Auch diese Komplikation kommt sehr selten vor (unter 0,5 %).

Gibt es beim Embryotransfer Zwischenfälle?

Grundsätzlich läuft der Embryotransfer fast immer schmerzfrei und komplikationslos ab. In extrem seltenen Fällen bestehen jedoch Verengungen und Abweichungen des Gebärmutterhalskanales, die einen sofortigen Transfer verhindern.

Gegenmaßnahmen sind einerseits sogenannte Probetransfers, andererseits der von Univ.-Prof. Dr. Tews erstmals publizierte Transfer des Embryos in den Eileiter.

Successful pregnancy in vitrified/warmed blastocyst intrafallopian transfer.

Tews G1, Shebl O, Moser M, Ebner T.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22516509

Fehlbildungen

Aufgrund vorliegender Aufzeichnungen und Veröffentlichungen kann man von einer Fehlbildungsrate von unter 2% ausgehen.

Ob es unter der künstlichen Befruchtung zu gering erhöhten Fehlbildungsraten kommt, ist noch immer nicht endgültig geklärt. Wahrscheinlich hat die IVF keine methodenbedingte Erhöhung der Fehlbildungsrate, bei der ICSI könnte hier eine leichte Erhöhung der Fehlbildungsrate vorhanden sein (um ca. 0,5 %).

Bei Feststellung einer Fehlentwicklung im Rahmen der Mutterkind-Pass-Untersuchung ist das weitere Vorgehen wie bei jeder anderen Schwangerschaft. Gemeinsam mit dem Arzt werden Chancen und Risiken besprochen. Sie werden jedenfalls bei jeder Ihrer Entscheidungen unterstützt