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Abklärung der Ursachen der unerwünschten Kinderlosigkeit

Spermiogramm

Früher wurde häufig das gesamte Spektrum an möglichen Untersuchungen bei der Frau durchgeführt, bevor man die Zeugungsfähigkeit des Mannes untersuchte. Diese Vorgangsweise gilt heute nach den entsprechenden Leitlinien als Behandlungsfehler.

Nunmehr ist eine der ersten Abklärungen das Spermiogramm beim Mann. Hier wird der Samen auf Anzahl, Form und Beweglichkeit der Samenzellen untersucht. Sollte bereits ein Spermiogramm vorliegen, nehmen Sie dieses mit. Zusätzlich wird eine genetische Untersuchung in einem Humangenetiklabor empfohlen, falls zu wenige Samenzellen vorhanden sind. Durch diese Untersuchung können Erbkrankheiten, die mit wenigen Samenzellen gekoppelt sind, diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

Ergänzend wird bei einem Spermiogramm, insbesondere wenn zu wenig Samenzellen vorhanden sind, eine genetische Untersuchung in einem Humangenetiklabor angeraten, da es Erbkrankheiten gibt, die mit wenigen Spermien gekoppelt sind.

Auch Infektionen, insbesondere bei Mumpserkrankungen nach der Pubertät, können Ursache für fehlende Spermien sein.

Diese Ursachen sowie eine früher durchgeführte Sterilisation und damit Verschluss des Samenleiters sind heute kein Grund mehr, auf Kinder verzichten zu müssen. Es gibt verschiedene Wege, zu befruchtungsfähigen Samenzellen zu kommen.

Bestimmung der Hormone

Verschiedene Hormone sind für die Entstehung und den Fortbestand einer Schwangerschaft verantwortlich. Besonders häufige Störungen sind zu niedrige Progesteronwerte in der zweiten Zyklushälfte. Allerdings sind auch zahlreiche andere Veränderungen des Hormonhaushaltes bekannt. Mittels mindestens zweimaliger Blutabnahmen innerhalb des Zyklus kann man verschiedene Hormonstörungen bestätigen oder auch ausschließen und danach die Behandlungen und das weitere Vorgehen zum Wunschkind abklären.

Ist der Eileiter durchgängig? Prüfung der Durchgängigkeit

Bisweilen ist nach einer Eileiterschwangerschaft oder nach einer bekannten Infektion im Bauchraum der Verdacht bereits gegeben, dass einer oder auch beide Eileiter verwachsen sind.

Der bekannteste Weg der Abklärung ist die Chromopertubation. Dabei wird mit einem Laparoskop und einem Farbstoff die Durchgängigkeit der Eileiter mittels einer Bauchspiegelung untersucht.

Eine weitere Untersuchungsmöglichkeit ist die Hysterosalpingographie, wobei hier unmittelbar nach Menstruationsende mittels Kontrastmittel und Röntgen die Gebärmutter und die Eileiter dargestellt werden. Die Aussagekraft dieser Untersuchung ist allerdings deutlich geringer. Weiters können eventuell festgestellte Sterilitätsursachen nicht beseitigt werden.

Der Zustand der Gebärmutter kann mittels Gebärmutterspiegelung im Rahmen der Chromopertubation überprüft werden. Diese Untersuchung wird tagesklinisch durchgeführt.